Einkaufen immer und überall – so werden Shops fit für Tablets

PantherMedia A12556980Quelle: Foto: panthermedia.net/goodluz

Onlineshopping war gestern. Mobiles Shoppen ist heute. Na gut, das ist vielleicht etwas überspitzt. Aber Fakt ist, dass das Einkaufen per Smartphone oder Tablet zu den großen Wachstumsbereichen gehört. Während das Internetshopping das Einkaufen ermöglicht,  ohne die eigene Couch verlassen zu müssen, versetzt das mobile Shopping uns in die Lage, überall neue Ware zu ordern – selbst auf der Toilette (dazu später mehr). Für Online-Händler, die sich ihr Stück vom Kuchen sichern wollen, heißt das: Sie müssen ihre Shops für Smartphones und Tablet optimieren. Auf was darauf speziell beim Thema Tablets geachtet werden sollte, das klären wir heute hier im Blog.

Trend Mobile Shopping auf dem Tablet

Die aktuelle Entwicklung ist kein Wunder, denn der Tablet Computer vereint alle Vorteile, die man sich für ein bequemes Einkaufen wünscht. Die Geräte sind in Ihrer Anwendung beinahe unabhängig von Raum und Zeit. Man benötigt maximal einen WLAN Anschluss und schon kann man von überall, in jeder Lebenslage, im Netz einkaufen gehen. Nicht mehr nur am Schreibtisch, sondern auch auf dem Sofa, in der Küche oder kurz vor dem Einschlafen im Bett.

Hinzu kommt, dass die technischen Newcomer mit ihren bis zu 12“ Displays im Bereich Mobile Shopping ein deutlich besseres Schaufenster bieten als die Smartphones, die mit kleinen 4“ bis 5“ Bildschirmen den Blick auf die Ware nicht gerade besonders kundenfreundlich gestalten.

Vielleicht verlagert sich das mobile Surfen auch deshalb immer mehr auf das Tablet. In einer Studie der Firma Adobe aus dem Jahr 2012 lag der Webshop-Besuch via Tablet an den Wochenenden mit 34 Prozent schon vor dem PC (24 Prozent und dem Smartphone (27 Prozent).

Verkaufszahlen Tablets

Der Absatz von Tablet Computern steigt rasant an. 2013 wird voraussichtlich die 5-Millionen-Grenze übersprungen.

Dass sich der Tablet-Computer einer immer größeren Beliebtheit erfreut, zeigen auch die Verkaufszahlen. Alleine in Deutschland stieg der Absatz der mobilen Rechner von 0,8 Millionen Geräten im Jahr 2010 auf 4,4 Millionen zwei Jahre später. Der Trend geht offensichtlich immer weiter in den Bereich der nicht stationären Computer.

Computer ist nicht gleich Computer

Und auch an Dir als Webshop-Betreiber wird dieser Wandel nicht spurlos vorüber gehen. Um Dein Geschäft auch im Internet konkurrenzfähig halten zu können, wirst Du Dir über die Gestaltung des Shops in Hinblick auf die Darstellung auf einem mobilen Display Gedanken machen müssen. Denn es ist nicht nur das Format, das den Unterschied zwischen PC und Tablet-Display ausmacht. Das gesamte Handling mit drehbarem Bildschirm, Wischgesten und Touch-Funktionen stellen eine komplett andere Bedienbarkeit des Tablets im Gegensatz zum üblichen Computer dar.

Die Mindestanforderung an Deinen Internet-Laden ist, dass er über ein Responsive Web Design verfügt. Das bedeutet, dass die Darstellung auf einem mobilen Display nicht nur die Skalierung des Bildschirminhaltes bewirkt, sondern den Content jeweils passend zum Display-Format umgestaltet. Nähere Informationen dazu haben wir bereits in einem früheren Beitrag zusammengefasst.

Die beste aller Lösungen

Tablet versus Laptop: Die mobile Variante wird immer wichtiger – besonders gerne shoppen User über eigene Apps. Foto: panthermedia.net/Tyler Olson

Abgesehen von dieser Mindestanforderung wäre die konsequenteste Variante für eine Anpassung an die mobilen Shopping-Bedürfnisse Deiner Kunden, sich eine eigene App programmieren zu lassen. Zum einen bietet sie den Vorteil, dass sie die technischen Möglichkeiten des Tablets optimal nutzen kann: Einbindung des GPS, Verwendung des Touchscreens, Zugriff auf andere Apps wie das Adressbuch und vieles mehr.

Ein weiteres Argument, das für eine eigene App spricht, ist die dauerhafte Präsenz auf dem mobilen Gerät. Wer mit seinem Logo auf dem Display anwesend ist, gilt auch als erster Ansprechpartner, bevor der Kunde lange im Web nach Alternativen suchen muss.

Gegen eine hauseigene App stehen selbstverständlich die immensen Kosten, die die Entwicklung und Programmierung verschlingen. Für einen Webshop kann man da leicht mit einer fünfstelligen Summe rechnen, die es erst einmal wieder einzuspielen gilt. Wer finanziell nicht dementsprechend aufgestellt ist, wird sicherlich von einer solchen Investition absehen müssen.

Die Alternative

Eine andere Möglichkeit ist der Kauf einer Web-App. Dabei handelt es sich um meist browserbasierte Anwendungen, die ähnlich einer nativen App mit einem Link-Button auf dem Home-Bildschirm gespeichert werden können. Sie müssen jedoch nicht aus dem App-Store heruntergeladen und ebenfalls nicht installiert werden. Das kommt dem User im Handling sehr entgegen. Außerdem nehmen sie keinen Speicherplatz auf dem Device in Anspruch.

Die Kosten für eine solche Web App betragen deutlich weniger als die für eine richtige App, können aber im Fall einer Shop-Programmierung immer noch an der Grenze zur 10.000 Euro-Marke oder sogar darüber liegen. Außerdem zeigt eine diesjährige Adobe Studie (Retail Apps & Buying Habits) aus den USA, dass die meisten Tablet-Shopper den Einkauf über eine App und digitale Kataloge bevorzugen. Es erscheint ihnen einfacher und vor allem schneller als browserbasierte Angebote.

Sag es dem Freund

Shoppen ist neben der Befriedigung von Bedürfnissen ebenfalls ein soziales Ereignis. Auch die Online-Bummler, die sich nicht mehr im Laden unter das Volk mischen, wollen sich trotzdem über ihre Einkäufe mit Freunden austauschen. Knapp 50 Prozent tun dies laut der oben genannten Adobe Studie im direkten Kontakt mit ihren Freunden. Immerhin noch 21 Prozent der Befragten erzählen über Facebook, 19 Prozent über E-Mail von ihren Einkaufserlebnissen. Dementsprechend kann es für Deinen Webshop nur von Vorteil sein, wenn er eine Tell-A-Friend-Funktion und eine Anbindung an die Social Media-Plattformen besitzt. Die beste Werbung machen immer noch zufriedene Kunden.

Fazit

Online-Shopping wird immer flexibler und verlagert sich auf die mobilen Endgeräte wie das Smartphone und zunehmend auch auf das Tablet. Als Web-Verkäufer muss man dieser Entwicklung Rechnung tragen und seinen Shop für das moderne Surfen fit machen. Dabei wollen die Kunden nicht nur eine optimierte Website, sondern erwarten alle technischen Vorteile, die ihnen das Tablet bietet auch von ihrem Lieblings-Shop. Sie wollen in Katalogen blättern, ansprechende Bilder-Galerien und Produktfilme betrachten und vieles mehr.

Wer diesen Trend verschläft, wird bald hinter der Konkurrenz zurück bleiben und verschenkt so mögliche Einnahmen. Die optimale Anpassung kostet aber zugegebenermaßen ziemlich viel Geld und dürfte gerade für kleine Shopbesitzer zu teuer sein. Am besten ist in diesen Fällen erst einmal auf das responsive Webdesign zu setzen und dann einfach Schritt für Schritt weiterzumachen, entsprechenden den eigenen Möglichkeiten. Die Erfahrung zeigt ja auch, dass neue Technologien und Anwendungen im Laufe der Zeit oft wesentlich günstiger werden – vermutlich gilt das auf absehbare Zeit auch für eigene Shop-Apps.

PS: Eingangs ging es ja schon kurz um das Thema Shoppen auf der Toilette. Dazu gibt es – meines Wissens nach – leider noch keine Studie. Wohl aber eine zur Social Media-Nutzung auf dem stillen Örtchen. Entsprechend wollte ich Euch die nicht vorenthalten.

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