Quelle: © panthermedia.net / Yuri Arcurs Dass für Texte im Netz andere Regeln gelten als für lange, lange Artikel in der Zeit oder im Spiegel ist eigentlich altbekannt. Mit gedruckten Worten wird sich einfach nach wie vor intensiver auseinandergesetzt – zur Not liest man den komplizierten Schachtelsatz halt dreimal. Und wenn sich eine gute Geschichte über sechs Seiten erstreckt – auch kein Problem. Für Blog-Texte lautet die Devise dagegen: Am besten eher kurz und auf alle Fälle unkompliziert. Denn kurz und einfach bedeutet eine bessere Lesbarkeit. Wie geht man also vor, wenn man die passenden Themen für seinen Blog gefunden hat und sich jetzt an das Schreiben macht:
Fasse Dich kurz – und gut
Deutsch zählt zu den kompliziertesten Sprachen überhaupt. Damit hat man leider auch als Blogger zu kämpfen. Wer häufiger mal englischsprachige Blogs liest kennt vermutlich das Gefühl: Im Englischen lassen sich auch komplizierte Sachverhalte knapp, verständlich und irgendwie fluffig (wenn Ihr wisst, was ich meine) ausdrücken. Übersetzt man das Ganze dann ins Deutsche, wird es doppelt so lang und auf jeden Fall sperriger. Woraus sich der Tipp ergibt: Guckt ganz gezielt darauf, ob sich ein langes/kompliziertes Wort nicht durch ein einfaches und kurzes ersetzen lässt. Und vermeidet vor allem die Koppelung von zwei oder sogar mehr Substantiven. Das macht sehr oft mehr Arbeit und kostet mehr Zeit. Aber die Mühe zahlt sich aus, weil Du auf Dauer einfach mehr Leser haben wirst, wenn Deine Texte angenehm zu lesen sind.
Gedanken – Striche – Struktur
In diesem Text sind sie bisher erst zweimal vorgekommen. Ziemlich ungewöhnlich für mich, denn ich mag Gedankenstriche ausgesprochen gerne. Gerade bei Texten im Netz sorgen sie dafür, einen Satz besser zu gliedern und machen den Gedankengang des Autors nachvollziehbar. Sprich: Gedankenstriche bringen mehr Struktur in den Text. Und sie erlauben Dir, auch mal längere Sätze zu verfassen, ohne dass der Leser den Faden verliert.
Mach was aus Deinem Platz
Es gibt eine Sache, die macht Profi-Textern das Leben ziemlich schwer: Die Längenvorgabe. Wenn sie einen Text schreiben, müssen sie Mindestlängen und Höchstgrenzen immer im Kopf behalten. In einem Blog ist das zum Glück ganz anders. Blogger genießen den großen Luxus, die freie Platzwahl zu haben. Es gibt zu einem Thema nur wenig zu sagen? Mach was kurzes daraus. Du hast jede Menge zu erzählen? Dann schreib es auf, zur Not in mehreren Teilen.
Entscheidend für die Lesbarkeit ist in letzterem Fall, dass Du keine Textwüste ohne Punkt, Komma und Absätze schaffst, sondern auch hier wieder für Strukturen sorgst. Absätze sind eine Möglichkeit dazu – am besten mit Überschriften versehen, um Deinen Lesern eine schnelle Orientierung zu geben. Aufzählungen und Listen sind ebenfalls gut, um Abwechslung reinzubringen.
Zum Schluss
… noch ein Gedanke: Ich weiß nicht, wie es Euch geht. Ich persönlich bin von Blogs abgeschreckt, die eigentlich ganz gut aussehen, bei denen die Texte aber vor Rechtschreibfehlern wimmeln. Insbesondere wenn es viele, viele Tippfehler sind bekomme ich das Gefühl, da war jemand ohne großes Nachdenken am Werk. Unsere Texte hier im Blog sind garantiert auch nicht immer fehlerfrei. Aber ein- oder zweimal Drüberlesen hilft schon enorm, die Fehlerzahl zu reduzieren. Oder wie seht Ihr das?
Und noch eine allerletzte Anmerkung: Auch die Tipps, die wir Euch in diesem Tipps geben, befolgen wir natürlich nicht immer 100-prozentig. Für unsere Tutorials zum Beispiel lassen sich die Regeln kaum anwenden. Aber vielleicht helfen Euch die Infos beim Schreiben guter Blogtexte ja ein bisschen weiter – wir freuen uns auf jeden Fall auf Euer Feedback und natürlich auch über Tipps von Eurer Seite!
Weitere Teile unserer Bloggen für Einsteiger-Reihe:
Teil 1 – neue Themen finden und Themen planen
Teil 2 – Software für Blogger: WordPress
6 Kommentare zu Bloggen für Einsteiger (Teil 4): Reine Übungssache – Schreiben für das Netz
Gerade am Anfang kann man auch seine Texte schreiben lassen. Dafür gibt es extra Internetseiten, wo man fertig geschriebene Texte kaufen kann. Diese Texte werden von Menschen aufgesetzt, die viel Freizeit haben und sich ein kleines Zubrot verdienen wollen. Sie schreiben meist für Unternehmen, die entweder nicht die Zeit, oder das nötige Know How haben Texte aufzusetzen. Toller Blog, weiter so!!!
Hallo!
Bloggen kann aber auch Gefahren mit sich bringen.
So sollte man Blog-Posts nicht für eine persönliche Vendetta verwenden. Sachlich bleiben und bei fremden Texten oder Bildern stets lieber zweimal überlegen ob man diese verwendet oder nicht oder man doch lieber vorher anfragt ob eine Nutzung gestattet ist.
Auch wenn die Nutzung gestattet wird, immer die Quelle angeben.
Jeder Blog braucht ein Impressum mit ladungsfähiger Postanschrift sowie eMail-Adresse und Telefonnummer – geschrieben im Klartext. Das gilt auch bei Freeblogs!
Und wahrscheinlich wäre spätestens bei Nutzung der Kommentarmöglichkeit und / oder einer Analytics-Software eine Unterseite Datenschutz angebracht.
Eine Abmahnung kostet wahrscheinlich mehr als man mit seinem Blog durch Werbung oder Fremdartikeleinstellen jemals verdienen wird.
Hey David,
da stimmen wir Dir voll und ganz zu! In unserer Serie Bloggen für Einsteiger haben wir auch diese Punkte angesprochen. Danke noch einmal für Deine Erweiterung!
Gruß
André
Eine interessante kleine Beitrags Serie.
Ich würde gerne noch zusätzlich neben der Blogsoftware S9Y auf die Blogsoftware Dotclear aufmerksam machen, die ich selber für meine Blogs einsetze und sehr zufrieden damit bin.
Vielen Dank für die wertvollen Tipps, haben mir schon oft weitergeholfen!
Top Web-Site & Top beschreibung =)